Schritte zu einer neuen Ökonomie

Damit ein solches Wirtschaftsmodell Realität werden kann, muss es politisch durchgesetzt, also letztendlich in Gesetze gegossen werden. Begleitend ist ein tiefgreifender Transformationsprozess notwendig. Er wird vorangetrieben von einer breiten gesellschaftlichen Diskussion, von Bildungsarbeit, Entwicklung alternativer Pionierprojekte und Lebensstile sowie von politischer Bewegungsarbeit.

Folgende Einzelschritte sind dabei denkbar:

  • Dialog mit Fachleuten, Initiativen und politisch Engagierten – Weiterentwicklung des Modells
  • Sammlung von Unterstützern aus (fast) allen politischen Milieus
  • Vernetzung der verschieden Gruppen mit ähnlichen Zielen, vor allem auch international
  • Einflussnahme auf die gesellschaftlichen Debatten in den politischen Organisationen (insbesondere politischen Parteien)
  • Bürger-Konvente, in denen grundsätzliche gesellschaftliche und Verfassungsfragen behandelt werden, wobei sich Bürger direkt einbringen können
  • Systemumbau durch mittels Wahl erreichte Mehrheiten in Parlament und Regierung oder durch eine breite Volksbewegung, die eine neue Wirtschaftsverfassung durchsetzt, nach dem sie durch unzählige Initiativen und Praxis-Projekte bereits Tatsachen geschaffen hat.

Bereits heute gibt es viele Initiativen und Organisationen, die an der „Zukunftswerkstatt“ für eine neue Wirtschaft arbeiten, wie zum Beispiel:

  • Bewegungen wie die Transition-Town-Bewegung, Commons-Bewegungen, Bürger(protest)-Bewegungen (z.B. gegen Sozialabbau), Décroissance in Südeuropa
  • Neue ökonomische Konzepte wie die Gemeinwohlökonomie, die Solidarische Ökonomie, die partizipative Ökonomie oder die Postwachstumsökonomie
  • Praktische Formen und Projekte neuen Wirtschaftens, wie CSA = Community Supported Agriculture , Stadtwerke in Bürgerhand, Produktions- / Konsum-Genossenschaften, kostenloser Nahverkehr
  • Organisationen wie Attac, NEF oder andere NGO´s.